Sonntag, 27. Januar 2013

Steckbrief des Eisbären





Der Eisbär
(Lat. Ursus maritimus)

-        Raubtierart aus der Familie der Bären
-        Eng mit dem Braunbären verwandt

AUSSEHEN/MERKMALE

-        Gewicht: Durchschnittlich 420-500 kg
-        Kopf-Rumpf-Länge: 2,40-2,60 m
-        Stummelschwanz 7-13 cm lang
-        Fell: Gelblich-weiß, tarnt im eisigen Umfeld, weist Wasser ab
-        Bis zu 5 cm dicke Fettschicht unter der Haut

VERBREITUNG

-        Ausschließlich in der Arktis
-        In der Polarregion um den Nordpol
-        In Gebieten, wo Eis in durch Wind und Strömungen in Bewegung bleibt


NAHRUNG/JAGDSTRATEGIEN

-        Sind auf Fleischversorgung angewiesen
-        Fressen vor allem verschiedene Robbenarten:
-                  Ringelrobben,
-                  Bart- und Sattelrobben,
-                  Klappmützen,
-        Sowie junge und geschwächte Walrosse

- Riechen Robben aus einem Kilometer Entfernung
- Harren an Atemlöchern der Robben stundenlang aus
- Packen mit Gebiss zu, wenn Robbe zum Atmen hochkommt
-  Doch nur einer von zehn Jagdversuchen erfolgreich


BESONDERHEITEN

-        Gilt als das größte lebende Raubtier der Erde
-        Befindet sich auf der Roten Liste, kurz vor dem Aussterben
-        Einziger Feind ist der Mensch
-        Jungen bei der Geburt so groß wie Meerschweinchen
-        Hat graublaue Zunge, die vor Kälte schützt
-        Eisbären am Hudson Bay rücken wegen Nahrungsmangel immer weiter in die Nähe des Dorfes Churchill, dringen dort in Vorratskammern ein!


http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/de/Wilhelma_Eisb%C3%A4r_2.jpg

Steckbrief des Polarwolfes


POLARWOLF
(WEIßWOLF)
Lat. Canis Lupus Arctos
-     Unterart des Wolfes, zählt zur Hundefamilie
-     Leben weitgehend unerforscht (Lebensraum in Kälte von bis zu -50°C)
MERKMALE/AUSSEHEN
-     Weiches, dichtes, langhaariges Fell
-     Ohren klein und rundlich, kurze Schnauze
-     Kurze Beine
-     Gewicht: 50-80kg
-     Körperlänge: 90-150cm
-     Geschlechtsreife mit etwa 2-3 Jahren
-     Geburt von meistens 6 Welpen
-     Alter: Bis zu 7 Jahre alt
VORKOMMEN
-     Kanadische Arktisinseln
-     Ellesmere Island
-     Küste Grönlands

NAHRUNG /JAGDSTRATEGIEN
-     Jagdgebiet bis 1600km² groß
-     Nahrung:
-            Wühlmäuse
-            Schneehasen
-            Rentiere
-            Moschusochsen
-            Vögel
-     Jagen kooperativ im Rudel
-     Passen Jagdstrategie dem jeweiligen Beutetier an
-     Anzahl und Größe des Rudels hängt sehr stark vom Nahrungsangebot ab



Steckbrief des Belugawales





Der Belugawal

(Lat. Delphinapterus leucas)


MERKMALE/AUSSEHEN

- Ordnung: Wale (Cetacea)

- Gewicht:  400-1000 kg  

- Größe: 3-6 m

- Alter: 30-40Jahre


NAHRUNG/JAGDSTRATEGIEN

- Nahrung: In Schwärmen lebende Fische, Krebstiere

- Jagen kooperativ in Gruppen

- Benutzen Zähne nicht zum Fressen, verschlingen Beute als
   Ganzes

BESONDERHEITEN

- Erst mit 2-3 Jahren Wachstum von Zähnen

- Erzeugen mit Zähnen singende Töne, die oft bis an die    Oberfläche zu hören sind

- Gehören zu den singenden Walen

- Befinden sich auf der Roten Liste!


http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/58/Dl-8_beluga.jpg

Steckbrief des Königspinguins


Königspinguin       
(Lat. Aptenodytes patagonicus)

MERKMALE/AUSSEHEN      
- Größe: ca. 80-100 cm
- Gewicht: ca. 10-20 kg
- Gewicht der Eier: 180-250 g
- Alter: bis zu 20 Jahre

VERBREITUNG
-Meeresküsten subantarktischer Inseln, Antarktis
-Lebensweise: Saisoneinehe, Koloniebrüter

FORTPFLANZUNG
-Treffen sich jedes Jahr um dieselbe Zeit in gewaltigen Kolonien, vermehren sich dort
-Brutsaison: Juni bis Juli
-Brutdauer: 52 bis 56 Tage


NAHRUNG
-Fische und Tintenfische
-Tauchen geschickt in den Tiefen der Meere nach Nahrung

BESONDERHEITEN
-Sind wegen schöner Färbung bekannteste und beliebteste Pinguinart

Steckbrief des Walrosses





Das Walross:
Lateinischer Name: Odobenusrosmarus
Ordnung: Raubtiere
Ohne Rang: Robben
Lebensraum: Arktis, Wasser, Treibeis
Merkmale: Bullen ca. halben Meter länger als Kühe, Bulle wiegt ca. 1200 kg, Kuh ca. 600-800kg, Alter bis zu 40 Jahre, lange Stoßzähne mit „Bart“
Anpassung an Umgebung: 4cm dicke Haut, darunter 5-8cm dicke Fettschicht, schützt vor Kälte an Arktis und vor Verletzungen durch scharfe Eiskanten unter Wasser oder an Land, auf den Eisschollen. Bei Bullen ist diese Fettschicht im Nacken und an den Schultern noch einmal sehr verstärkt, wegen den Rangkämpfen der Männchen untereinander. Die Walrosse besitzen eine Art aufblasbaren Rettungsweste, die sie immer mit sich tragen. Am Kopf befindet sich eine innere Tasche, die sich zum Rachen hin öffnet. Das Walross kann sie mit Luft aus den Lungen aufblasen und mit bis zu 29 Litern Luft auffüllen. So kann sich das Tier bequem im Wasser treiben lassen und dort sogar schlafen, ohne die Angst, ertrinken zu können.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0f/Walross_paar.jpg

Steckbrief des Seehundes


Der Seehund

- Lateinischer Name: Phocavitulina
- Verbreitung: nördliche Halbkugel
- Lebensraum:Hauptsächlich in Flachwasser, bei    Flussmündungen, in trockenfallenden Sandbänken, auf Felsen und im Wattenmeer
- Maße:Rumpflänge: zwischen 1,20- 1,95m lang; Gewicht: 45-100kg manchmal aber auch über 200kg (bei Männchen)
- Nahrung:  Fische, Tintenfische und Krabben
- Alter:Sie werden bis zu 40 Jahre alt
- Tragszeit: 5-11 Monate
- Andere Infos:
Der Seehund steht auf der roten Liste der stark gefährdeten Arten. Sie sind sehr großflächig auf der Erde verstreut: Nord-&Ostsee, Europäische Atlantikküste, Island, Grönland, Kanada, Alaska und teilweise Leben sie auch in Kalifornien 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/da/Phoca_vitulina_2.jpg


Ein erfundenes Tagebuch einer Polarforscherin


Louise Arner Boyd


Tagebucheinträge


3.9.1926


Es muss Leben geben, es muss Leben geben… So sagte ich mir immer wieder. Keine Gegend der Welt ist so heiß, so kalt, so unwirtlich, dass sich dort nicht das Leben, der Ursprung einer lebendigen und wirklichen Landschaft entfalten kann. Und ich habe es gewusst! Als ich als junges Mädchen 1920 das gewaltige Vermögen meiner Eltern erbte, wusste ich, dass ich mein Leben den Polarzonen widmen will. Und es war das Richtige! Ab morgen will ich beginnen, mein neues Leben genau zu beschreiben und so gut wie möglich zu verstehen.


Louise A. Boyd


10.9.1926


Ich habe lange nichts mehr niedergeschrieben. Aber ich bin so überwältigt, und mit mir meine Begleiter. Die meisten Menschen stellen sich die Polarzone als Gegend vor, in der nur die Kälte herrscht und Eis und Schnee als königliche Berater auserwählt wurden. Dies ist aber nur die halbe Wahrheit. Es stimmt schon, die Pflanzen sind hier sehr




kümmerlich, es überwiegen eher Flechten, Organismen, die aus Algen und Pilzen bestehen welche sich gegenseitig versorgen, Pflanzen, die stark an solche Bedingungen angepasst sind. Auf fast grausame Weise spiegelt sich hier das Klima. Da die Sonnenstrahlen nicht senkrecht auf diese Stellen des Erdballs fallen, sondern die gleiche Wärmeenergie auf eine größere Fläche verteilt wird, entstehen hier frostige Temperaturen. Es ist meistens etwa -50°C kalt! Doch trotz dieser Kälte und starken Schneestürmen gibt es hier verschiedenste Pflanzen- und Tierarten. Ich bin so froh, dass ich hier bin!


Louise A. Boyd


12.9.1926


Nun fahre ich fort mit der Beschreibung der Landschaft. In der Tundra, die kalte Steppe nördlich des Nordpolarkreises, wachsen nur noch sehr kleine Bäume, sehr niedrige Sträucher, sowie Gräser, wie Moose und Flechten. Diese Pflanzen wachsen zwar nur wenige Zentimeter hoch, aber sie wachsen, und so kann ich all meine Zeit hier darauf verwenden, sie zu studieren. Flechten wachsen sehr nah am Boden und sehr dicht beieinander, was ihnen Schutz vor Austrocknung, Kälte und Wind bietet. Die Vegetationsperiode umfasst hier maximal drei Monate, die Pflanzen wachsen deshalb nur sehr langsam. Die Tiere schützen sich vor Kälte und Nahrungsmangel durch Wanderungen, Winterruhe- oder schlaf oder durch eine dicke Speckschicht.


Auch darf bei der Beschreibung der Landschaft der Permafrost nicht fehlen. Dies ist der ständig gefrorene Untergrund der Polargebiete, dessen oberste Schicht im Sommer regelmäßig auftaut. Dieser Permafrost kann sehr tief reichen, in sehr kalten Gebieten wie Nordrussland sogar bis zu 1500m in die Tiefe. Viele Menschen sagen, er wäre der Fluch der Tundra. Doch das ist er nur für die Menschen, die dort leben. Wenn diese die Natur nicht einfach in ihren Schoß eingebettet lassen könnten! Ach, sie würden Erfahrungen machen, bei denen die aufgehende Sonne das Eis auftaut, das ihre Herzen umschließt.


Louise A. Boyd


 13.9.1926


Ich möchte meine Beobachtungen und Forschungen nun zusammenfassen. Die Landschaft der Polarzone ist im Allgemeinen sehr karg. Die wenigen Pflanzen, die dort wachsen, wachsen dicht am Boden und eng beieinander. Die Tiere der Polarzone haben spezielle Methoden entwickelt, wie sie sich vor dem Frost und den Temperaturen von oft -50°C schützen können, beispielsweise die Winterruhe. Das Klima in den Polarzonen ist wegen der stark nördlichen bzw. südlichen Lage sehr kalt, durch die Kälte sind die Vegetationsperioden sehr kurz, die Pflanzen wachsen nur langsam und spärlich und haben spezielle Methoden entwickelt, ebenso wie die Tiere der Polarzonen. Da die Landschaft auch häufig überwiegend aus verschiedenen Arten von Eis, wie dem Packeis oder dem Meereseis, und Schnee besteht, spiegelt sich hier stark das frostige Klima, welches all diese Zustände der  Arktis und der Antarktis verursacht. Trotzdem, trotzdem hat mich die Polarwelt in ihren ewigen Bann gezogen, von dem ich mich nie wieder werde loslösen können. Nie wieder.


Louise A. Boyd